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Jahreshauptversammlung 2019

Der Verein Kulturlandschaft Osnabrücker Land lädt zur Jahreshauptversammlung am Donnerstag den 21.03.2019 um 17:00 Uhr ins Haus Rahenkamp, Meller Str. 106, 49086 Osnabrück-Voxtrup ein.

Als Hauptreferent dürfen wir Herrn Jens Gieseke (Europaabgeordneter aus Papenburg) begrüßen.

Kulturlandschaft Osnabrücker Land e.V.
Der Vorstand

Nachruf:

Wir trauern um

Reinhard Schuster

Wir verlieren mit Ihm eine hochgeschätzte Persönlichkeit,
die sich mit großer Fachkompetenz und unermüdlichem Wirken zum Wohle
der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt hat.
Durch seine sympathische und besonnene Art,
verbunden mit absoluter Verlässlichkeit und hoher gegenseitiger Wertschätzung
ist er uns ein treuer Wegbegleiter und guter Freund gewesen.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner lieben Frau und seiner Familie.

Kulturlandschaft Osnabrücker Land e.V.
Der Vorstand

Welche Art von Wald wollen wir?

Frankfurter Allgemeine Zeitung am 24.08.2018 Von Ernst-Detlef Schulze

Was hilft dem Klimaschutz mehr, der Schutz oder Bewirtschaftung des Waldes? Jedenfalls ist der Wirtschaftswald besser als sein Ruf – auch für den Artenschutz. Ein Gastbeitrag.
Walt Disney lässt seinen berühmten Film „Das Dschungelbuch“ mit den Worten beginnen: „Schließe die Augen und sage: Indien“. Der Zuschauer soll innerlich eingestimmt werden auf eine fremde, verzaubernde Welt mit neuen Eindrücken, Farben und Geräuschen. Machen wir das gleiche Experiment: Schließen Sie die Augen und sagen: Wald. Dann suggeriert der Buchstabe „W“ bereits Wärme, aber auch Wildnis. Es bleibt ein Wohlgefallen. Jetzt schließen Sie die Augen noch einmal und sagen: „Forst“, dann entsteht mit dem „F“ ein frostiges Grundgefühl, man hört den hellen Klang einer Axt, oder den Schrei einer Motorsäge.
Mit diesem emotionalen Vergleich wird ein Gegensatz aufgebaut, der die Gesellschaft inzwischen spaltet. Es geht um die Frage: Wem gehört der Wald, dem Naturschutz oder der Forstwirtschaft? Und: in welchem Ausmaß soll der Wald künftig bewirtschaftet oder nicht bewirtschaftet werden? Mit der Biodiversitätsstrategie hat sich die Bundesregierung der Ziele des Naturschutzes angenommen. Dabei gibt es heute alle möglichen Übergänge, der Bewirtschaftung: Es gibt die sogenannte Stilllegung von Wald zugunsten des Naturschutzes ohne Holznutzung, der dann aber touristisch genutzt wird, es gibt Naturschutz mit gleichzeitiger ordnungsgemäßer Nutzung, es gibt die Waldbauern, die Waldbesitzer, ein Waldgesetz, aber es gibt auch die hoheitliche Forstverwaltung. Es gibt alle Schattierungen in einem Wald. Und das führt zum eigentlichen Thema: Wie unterscheiden sich Wald und Forst?…

Erneuter Artikel in der NOZ berichtet über fragliche „Drohkulisse“

In einem kürzlich veröffentlichtem Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung wird durch Hauptgeschäftsführer des Landkreistages Meyer abermals auf die unmittelbar drohenden Strafzahlungen aus der EU hingewiesen, falls die FFH-Gebiete in Niedersachsen nicht bis Ende 2018 „gesichert“ werden.
Hierzu wurde bereits im Juli in einer kleinen Anfrage im Landtag von oberster Behördlicher Seite klargestellt, dass es diese direkte Androhungen von Strafzahlungen bei Nichteinhaltung der Frist nicht gäbe.
NOZ 25.08.2018 – von Klaus Wieschemeyer

Niedersachsen reißt EU-Frist für FFH-Gebiete
Hohe Strafzahlungen befürchtet

Hannover. Niedersachsen läuft bei der Ausweisung Hunderter FFH-Gebiete die Zeit davon: Weil das Land wohl EU-Vorgaben reißt, drohen hohe Geldstrafen. Die sollen mit einem Bittbesuch in Brüssel noch abgewendet werden.
Was ein Scheitern seiner Mission kosten könnte? „Ich will es gar nicht wissen“, sagt Hubert Meyer. Wahrscheinlich sind es Hunderttausende Euro – pro Tag. Meyer, Hauptgeschäftsführer des niedersächsischen Landkreistages, fährt am 4.September zusammen mit Landes-Umweltminister Olaf Lies (SPD) zur EU-Kommission nach Brüssel. Die beiden wollen dort einen Aufschub bei der Ausweisung von Schutzgebieten nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) erreichen. Ein Scheitern würde den Steuerzahler wohl teuer zu stehen kommen. …
Gesamter Artikel der NOZ

Hinter die Fichte geführt?

FDP-Mann Grupe spricht vor Waldbauern in Bad Laer

NOZ 17.08.2018 – von Andreas Wenk
Die Waldbauern Osnabrücker Land sind stinksauer. Das dürfte auch Landrat Michael Lübbersmann am Donnerstag, 23. August zu spüren bekommen. Dann soll es ein Spitzengespräch zwischen Landkreis und Waldbesitzern geben. Jetzt sprach Hermann Grupe aus der FDP-Landtagsfraktion in Bad Laer mit den Waldbauern.
Hintergrund ist die EU-Richtlinie 92/43 Natura 2000. Der Unmut der Waldbauern richtet sich gegen Landesregierung und Landkreis. Sie fühlen sich „hinter die Fichte“ geführt. Denn es gibt offenbar ein schwer durchschaubares Geflecht an Richtlinien, Erlassen und interessengebundenen Auslegungen, die einer kritischen Überprüfung nicht standhalten. Das zumindest behauptete Grupe. Er war auf Einladung der Kulturlandschaft Osnabrück Land und der FDP an den Blomberg gekommen, um über die Ergebnisse einer Anfrage der Liberalen im Landtag zu berichten.
„Drohkulisse“
Grupe warf der Landesregierung vor, mit falschen Karten zu spielen und eine „Drohkulisse“ aufgebaut zu haben. Die Behauptung, die Landkreise als untere Naturschutzbehörden müssten bis zum Jahresende zusätzliche Schutzgebiete ausweisen, um dem Bund millionenschwere Strafzahlungen zu ersparen, seien schlicht unwahr. Zum einen gebe es weder einen festen Termin noch sei bei Verzögerungen unmittelbar mit Strafzahlungen zu rechnen, die zu Regressforderungen auf Land und Landkreise durchschlagen könnten.
Gesamter Artikel der NOZ

NDR berichtet in Hallo Niedersachsen über Probleme der Natura 2000 Umsetzung

Stefan Kleine-Wechelmann und Reinhardt Schuster berichten über die Probleme der Natura 2000 Unterschutzstellung für die Waldbauern in der NDR-Sendung:
Hallo Niedersachsen am 07.03.2018.

Waldbauern fordern Aufarbeitungshilfe

Sturmtief Friederike legte 80.000 Kubikmeter Wald flachBissendorf/Hilter
Am 18. Januar fegte Sturmtief Friederike über Deutschland hinweg. Mindestens zehn Tote waren zu beklagen. Die Deutsche Versicherungswirtschaft geht von einem milliardenhohen Sachschaden aus. In den Wäldern im Osnabrücker Land hat das Aufräumen begonnen.Davon konnte sich Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, am vergangenen Wochenende bei den Waldschutzgenossenschaften Schledehausen und Osnabrück-Süd ein Bild machen. Friederike hatte besonders neben Südniedersachsen das Osnabrücker Land heimgesucht. Experten gehen von einem Schaden von 80.000 Kubikmeter Ernteholz aus. 2007 hatte Orkan Kyrill 450.000 Kubikmeter Holz vernichtet.Friederike hat sich in der Schadenshöhe auf Platz 2 nach Kyrill gesetzt. Dass das Osnabrücker Land mit den Waldflächen im und zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald immer wieder besonders gebeutelt ist, machten die beiden Vorsitzenden der Waldbesitzerverbände, Joachim Kellermann-von Schele und Johannes Meyer zum Alten Borgloh, deutlich.Die Forstschäden der privaten Waldbauern müssten so schnell wie möglich aufgearbeitet werden, um kein wirtschaftliches Desaster entstehen zu lassen. Zwar sei ein Preiseinbruch (noch) nicht zu erwarten, weil die Verarbeitungsindustrie für ihre Produkte eine gute Nachfrage verzeichnet, doch lange Liegezeiten des Sturmholzes schade der Qualität, machte der Geschäftsführer der Vermarktungsgenossenschaft Nord-West-Holz, Klaus Burke, deutlich.Norbert Leben forderte angesichts der großen Schäden eine staatliche Hilfe für das Aufarbeiten im Wald: „Das ist kein normaler Holzeinschlag“. Das Sturmtief Friederike wird eine Langzeitwirkung haben. Joachim Kellermann-von Schele: „Hier ist auf einen Schlag Ernteholz der nächsten Jahre gefällt worden.“ Die meisten Bestände hätten noch zehn bis zwölf Jahre stehen sollen.Dass Friederike neben dem wirtschaftlichen Schaden auch eine emotionale Belastung für die Waldbauern mit sich brachte, machte Kellermann deutlich. An der Schelenburg wurde u. a. eine etwa 130 Jahre alte Douglasie umgeweht, die er über mehr als 50 Jahre habe wachsen und gedeihen sehen. Andere Waldbauern erinnern die Windwurfflächen auch daran, dass schon Großväter und Väter die Bestände gepflanzt und gepflegt haben.Neben der Aufarbeitungshilfe in den geschädigten Forsten (Bayern mehrere Mio. Euro beim Sturm Xavier) wünscht sich der Waldbesitzerverband Niedersachsen, dass für die Dauer der Aufräumarbeiten landesweit die Tonnagelast für Holzlastwagen von 40 auf 44 Tonnen erhöht wird, weil Lkw-Kapazitäten fehlen. Dazu sei hilfreich, wenn Fahrverbote an den Wochenenden zeitlich begrenzt aufgehoben würden. Norbert Leben machte auch deutlich, dass zudem Wegebaumittel bereitgestellt werden müssten, um die Abfuhrwege im Wald reparieren zu können.Die Waldbesitzer warnen generell vor dem Betreten von Wäldern und Windwurfflächen, wo abgerissene Äste herabzufallen drohen und kreuz und quer liegende Stämme unter gefährlicher Spannung stehen können. Die Waldbesitzerverbände haben ihre Mitglieder aufgefordert, die Aufräumarbeiten nur in enger Abstimmung mit den zuständigen Bezirksförstern durchzuführen.
Infos: www.waldbesitzerverband-niedersachsen.de

 Verfahren für den Erlass der FFH-Schutzgebietsverordnung „Teutoburger Wald“ und „Kleiner Berg“ ist ausgesetzt!

Am 11.12.2017 hat der Landkreis Osnabrück das Verfahren ausgesetzt.
Aufgrund der großen Probleme mit der Umsetzung des Sicherungserlass des Landes Niedersachsen auf Ebene der Landkreise wurde in den Koalitionsgesprächen der SPD und CDU in Hannover die Prüfung dieses Sicherungserlasses auf die Notwendigkeit und Geeignetheit für die Unterschutzstellung der FFH-Gebiete nach Natura 2000 beschlossen.
Diese Prüfung läuft aktuell.
Deshalb wurde vom Landkreis Osnabrück das aktuelle öffentlichen Beteiligungsverfahren auf unbestimmte Zeit unterbrochen und es wird auf das Ergebnis der Prüfung im Umweltministerium in Hannover gewartet.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung liegen die Unterlagen (Verordnungsentwurf und Kartenmaterialien) nun bei den Gemeinden und dem Landkreis zur Einsicht aus.
Einwendungen und Anregungen (möglichst begründet) können in schriftlicher Form beim Landkreis (Untere Naturschutzbehörde) bis zum Ende der öffentlichen Beteiligung vorgebracht werden.
Details zum Verfahren finden Sie auf der Seite des Landkreises sind leider nicht mehr verfügbar.

FFH: Große wirtschaftliche Einbußen für Waldbesitzer

Die niedersächsischen Waldbesitzer befürchten erhebliche Einbußen durch die hoheitliche Sicherung von FFH-Gebieten. Sie fordern eine stärker an der Praxis orientierte Umsetzung durch die Naturschutzverwaltung. „Naturschutz gegen den Willen der Eigentümer wird auf Dauer scheitern“, sagte Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen e.V., auf dessen FFH-Forum am 29. September in Lehrte bei Hannover.
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Osnabrücker Land: Waldbesitzer begehren auf

Bad Laer. So mächtig wie die Bäume, die sie hegen, pflegen und vermarkten, so mächtig ist der Zorn, der zahlreiche private Waldbesitzer umtreibt. In dem neuen Verein „Kulturlandschaft Osnabrücker Land“ wollen sie für ihre Interessen kämpfen – freundlich im Ton, aber hart wie eine deutsche Eiche in der Sache.
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Waldbesitzer fühlen sich vom Landkreis Osnabrück enteignet

Osnabrück. Private Waldbesitzer kritisieren die Pläne des Landkreises Osnabrück für ein Landschaftsschutzgebiet mit scharfen Naturschutzregeln. Die Pläne seien ein „unzumutbarer Eingriff in das private Eigentum“, dem Landkreis wird sogar „Enteignung“ vorgeworfen. Der Landkreis verweist darauf, dass er EU-Vorgaben umsetzt.
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